Grenzenlos
Wege zum Nachbarn

 

Die Abteilungen des Museums

Das Gesicht der Grenze

Nach dem zweiten Weltkrieg gehörte der Landkreis Helmstedt zur britischen Besatzungszone. Sie war durch die Demarkationslinie von der östlichen sowjetisch besetzten Zone getrennt. Aus der zunächst durchlässigen "Grüne Grenze" entwickelte sich eine der undurchlässigsten Grenzen der Welt. Ein sowjetischer Grenzpfahl von 1945, Passierscheine und Ausweise. Flugblätter aus dem "Kalten Krieg", ein Modell der Sperranlagen und originale Bestandteile der Grenzanlagen werden in dieser Abteilung gezeigt.

Flucht

Tausende von Menschen versuchten im Laufe der Jahre die Sperranlagen der DDR-Grenze zu überwinden. Nur wenigen gelang die Flucht, viele mußten mit Leben, Gesundheit und Gefängnisstrafen für den Fluchtversuch bezahlen.

Ein Patrouillenmotorrad, Auszüge aus Fluchturteilen und originale Fluchtmittel führen dieses Thema vor Augen.

 

 

Wirtschaft und Verkehr

Die Grenzsituation brachte große Veränderungen im wirtschaftlichen Leben mit sich. Die Trennung wird durch die unterschiedlichen Währungen veranschaulicht.

Auch das Verkehrsgefüge Deutschlands wurde an zahlreichen Stellen unterbrochen. Als einer der wenigen Durchlässe entstand an der Bundesautobahn nach Berlin der Grenzübergang Helmstedt-Marienborn. Dieser Themenbereich wird unter anderem durch ein großes Modell der Grenzübergangs und Uniformen der allierten Kontrollpunkte veranschaulicht.

Grenzöffnung

Im Mai 1989 begann Ungarn mit dem Abbau der Sperranlagen. Im August waren die Bonner Botschaften in Prag und Budapest von Ausreisewilligen überfüllt. Zehntausende demonstrierten in der DDR für Reise-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Im Oktober wurde Regierungchef E. Honecker abgesetzt. Am 9. November wurde die Grenze geöffnet. Fotos und Hinweisschilder auf die neuen Grenzübergänge erinnern an diese Zeit

Grenzkunst

Die Abteilung präsentiert - gegenständlich bis abstrakt - Grenzansichten von Künstlern aus Ost und West vor und nach Grenzöffnung.