Verein Grenzenlos

Helmstedt ist Programm!

Aufgrund ihrer Geschichte und geographischen Lage hat sich  die Stadt Helmstedt verpflichtet gefühlt, bei der Wiedervereinigung Deutschlands eine hervorgehobene Stellung einzunehmen. Die Idee, die sich in hervorragender Weise ergänzenden Einrichtungen zu einer erlebbaren Einheit zusammenzufassen, um auch für künftige Generationen diesen wichtigen Abschnitt der deutschen Geschichte zu bewahren und zu dokumentieren. Das Konzept Grenzenlos war geboren.

Zwar gibt es bundesweit etwa 40 Museen, Gedenkstätten und Denkmale über die innerdeutsche Grenze, doch bietet das Projekt Grenzenlos einen Perspektivenwechsel von Ost nach West und umgekehrt, der bundesweit absolut einzigartig ist.

Ans Licht der Öffentlichkeit gelangte Grenzenlos am 28. April 1995. Die Vorstellung erfolgte in Anwesenheit des Innenministers des Landes Sachsen-Anhalt, der den Helmstedtern prompt seine Unterstützung bei der Umsetzung des Konzeptes zusicherte. Das Medieninteresse an dieser Veranstaltung tat seine Wirkung und Grenzenlos wurde schnell weit über die Region Helmstedts hinaus bekannt. Kurze Zeit später, im Oktober 1995, tagten die ersten Helmstedter Universitätstage, ein Symposium zur Deutschlandgeschichte, das seither alljährlich stattfindet. Die Helmstedter Universitätstage als akademischer Teil des Projektes Grenzenlos knüpfen an die Vergangenheit Helmstedts als Universitätsstadt an und bieten das Podium für einen intellektuellen Disput, um dem Zusammenwachsen von Ost und West näher zu kommen.

Seit Mai 1996 wird das Projekt Grenzenlos als geführte Rundfahrt regelmäßig angeboten. Seither haben Tausende aus aller Welt das Projekt besichtigt, wollten einen Blick hinter die Kulissen der Grenzanlagen werfen, denen sich viele von denen, die jetzt kommen, über Jahre und Jahrzehnte hilflos ausgeliefert sahen. Unter ihnen Dutzende von Journalisten und Kamerateams aus dem In- und Ausland. U.a. berichteten SPIEGEL TV, der ungarische Rundfunk sowie die New York Times und trugen so wesentlich zum Erfolg des Grenzprojektes bei, dessen vorläufige Höhepunkte die Gründung des Vereines „Grenzenlos - Wege zum Nachbarn“ am 06. November 1997 im Magdeburger Landtag und dessen Registrierung als dezentrales weltweites Projekt der Weltausstellung EXPO 2000 tags darauf waren. Weiterhin wurde die Stadt Helmstedt mit dem Projekt Grenzenlos  zu einem „Ort im Land der Ideen 2007“ nominiert. Das Land Sachsen-Anhalt, der Landkreis Helmstedt und die Stadt Helmstedt unterstützen als Träger die Geschäftsstelle des Vereins, die ebenfalls bei der Stadt Helmstedt angesiedelt ist. Ordentliche Mitglieder des Vereins sind das Land Sachsen-Anhalt, der Landtag von Sachsen-Anhalt, die Gemeinde Hötensleben, der Verein Deuregio Ostfalen e. V., der  Landkreis Helmstedt und die Stadt Helmstedt.