Afghanistan 2015

In Kooperation mit der Politischen Bildungsstätte Helmstedt e. V. und dem Reservistenverband Niedersachsen konnte der Verein Grenzenlos am 17.03.2015 im Ratssaal des Helmstedter Rathauses eine informative Veranstaltung zur Lage Afghanistans anbieten. Oberstleutant a.D. Jürgen Pöppelmann berichtet über die Erfolge, welche die Bundeswehr in Afghanistan erzielen konnte. Dazu gehören überwiegend Maßnahmen zum Aufbau des Landes, wie Schaffung einer Infrastruktur, Ausbildung von Polizei/Militär, Aufbau von sozialen und humanitären Einrichtungen. Abed Nadjib, Gesandter Botschaftsrat der Republik Afghanistan, bedankte sich für die bisher geleistete Hilfe für sein Land, verdeutlicht aber auch, dass der Terror noch nicht gebannt ist und Afghanistan im Kampf gegen den Terror weiterhin internationale Hilfe benötigt. Der Journalist Steffen Drenkelfuss berichtet über die politische Lage im Land und seine positive journalistische Zusammenarbeit mit der Bundeswehr.

Sportverräter - Spitzenathleten auf der Flucht

Am Abend des 16. April war der Ratssaal des Helmstedter Rathauses sehr gut gefüllt. In Kooperation mit der Friedrich-Naumann-Stiftung konnte eine interessante Veranstaltung angeboten werden. Herr Dr. Bahro erläuterte in einem Impulsvortrag, dass ca. 600 Spitzenathleten (Dunkelziffer höher) die DDR verlassen haben und führte zahlreiche Beispiele an. Insbesondere der Fußballverein Dynamo Dresden war bekannt dafür, dass zahlreiche Spieler nach Spielen im Westen nicht in die DDR zurück wollten. Zitat: "Willst du in den Westen türmen, musst du für Dynamo stürmen". Die Zeitzeugen Wolfgang Thüne und Axel Mitbauer erzählten sehr lebendig von ihrem Leben als DDR-Spitzensportler, ihren Beweggründen zur Flucht und ihrem Neustart im Westen. Insbesondere die Fluchtgeschichten bereiteten den Zuhörern eine Gänsehaut. Eberhard Gienger, der Fluchthelfer von Wolfgang Thüne, berichtete von seiner Perspektive der Flucht. In einer anschließenden Diskussion kamen sich das Pubikum und die ehemaligen Spitzensportler näher.

Auf dem Weg nach Waterloo

Herr Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel hielt im überfüllten Ratssaal des Helmstedter Rathauses einen hervorragenden Vortrag mit dem Titel "Auf dem Weg nach Waterloo". Ausgehend von der Französischen Revolution beschrieb er die Herrschaft Napoleons und die daraus resultierenden Reformen und deren Auswirkungen für ganz Europa. Insbesondere seine Ausführungen zu den Befreiungskriegen (Völkerschlacht bei Leipzig) und dem Bezug des Herzogtums Braunschweig haben das Publikum interessiert. Eine besondere Rolle kommt dabei dem Schwarzen Herzog, Friedrich Wilhelm I, zu. Er konnte sein Herzogtum nicht regieren, da Napoleon dies seinem Bruder Jerome überlassen hatte. Somit beteiligte er sich am Aufstand gegen Napoleon. Seine Soldaten (Schwarze Schar) standen unter dem Schutz Österreichs, blieben aber selbständig und wurden auf Kosten des Herzogs  unterhalten. Die Schlacht endet für den Schwarzen Herzog tödlich in Quatrebras im Kampf gegen die Franzosen. Die Heldenverehrung für diesen Herzog dauert bis heute an.

70 Jahre Auschwitz - Gegen das Vergessen

Herr Dr. Hans-Jürgen Grasemann ging bei der Veranstaltung auf die Ermordung von Millionen unschuldiger Menschen durch die Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkriegs ein. Anhand von einzelnen grausamen Beispielen, darunter auch vielen schreckliche Vergehen an Kindern, führte er dem Publikum die entsetzliche Wirklichkeit des Holocaust drastisch vor Augen. Bei der anschließenden Diskussion von Herrn Dr. Grasemann und Herrn Oberst Manfred Schreiber mit dem Publikum (rund interessierte 90 Gäste) machten beide Herren deutlich, dass der ehemalige Generalstaatsanwalt Fritz Bauer als Vorbild im Kampf gegen die Verbrechen des Nationalsozialismus gilt. Seine Aussage, dass ein Unrechtsstaat, der täglich zehntausende Morde begeht, jedermann zur Notwehr berechtigt, sollte die Gesellschaft auch heute noch in ihrem Denken und Handeln prägen, um den Wert der Freiheit und Demokratie zu schätzen. Jede Person ist aufgerufen und aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass ein derartig menschenverachtendes System niemals wieder Wirklichkeit wird. Aktuellen Bezug nahm Oberst Schreiber auf die derzeitige Flüchtlingssituation: Mit Achtung und Hilfe gegenüber den Flüchtlingen kann die Bevölkerung ein positives Zeichen setzen!

 

Eröffnung des Grenzlehrpfades Helmstedt-Beendorf

Am 9. November 2015, um 11.30 Uhr, wurde der Grenzlehrpfad Helmstedt-Beendorf offiziell eingeweiht. Zu diesem Ereignis waren ca. 130 Personen in das im Lappwald gelegene Brunnental gekommen. Nach einer Begrüßung der Bürgermeister Wittich Schobert (Stadt Helmstedt) und Hagen Friedrichs (Gemeinde Beendorf) wurde eine kurze Wanderung zum Grenzlehrpfad unternommen. Auf diesem Weg wurden die Gäste durch einen Gedichtvortrag von Frau Karin Bottke unterhalten und durch eine Information zum Audio-Walk von Herrn Benedikt Einert (ZeitZonen Verein) eingestimmt.

Die Förderer des Projektes Herr Tobias Henkel (Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz) und Herr Matthias Gericke (Volksbank Helmstedt) durchschnitten eine Kette und nahmen an der ersten Stele des Grenzlehrpfades die offizielle Eröffnung vor. Danach erfolgte die Begehung des Pfades mit Erklärungen zu den doppelseitigen sechs Informations-Stelen.

Im Anschluss an die Begehung folgten alle Gäste einer Einladung der Gemeinde Beendorf zu einem Imbiss und Getränken.