Kein Ausweg! Nirgends? Russland-Ukraine-Konflikt

 

Am 9. März wurde in Kooperation mit der Friedrich-Naumann-Stiftung eine Veranstaltung zum Russland-Ukraine-Konflikt durchgeführt. Der Journalist du Publizist Juri Durkot berichtete über die Situation in seiner Heimat, der Ukraine. Der Historiker Dr. Martin Hoffmann hielt einen Vortrag über die wirtschaftliche Situation in der Ukraine und in Russland und stellte fest, dass beide Länder sehr hohe wirtschaftliche Verluste zu tragen haben. Russland erleidet darüber hinaus einen internationalen Vertrauensverlust. Das Fazit der Vortragenden lautet: "Eine Lösung ohne Russland ist nicht denkbar und mit Russland zur Zeit unmöglich". Eine Abspaltung des Gebietes Donbass von der Ukraine ist von den Politikern z.Z. nicht gewollt. Der Konflikt wird noch lange Zeit andauern. Her Durkot sprach von 20.000 Verletzten und von den schlechten Lebensbedingen in der Ukraine. Es gibt 1 Millionen Binnenflüchtlinge. Auch die Anzahl der Flüchtlinge in den Westen und nach Russland ist gestiegen.

 

 

Grenzenloser Reisebericht - Der "Iron Curtain Trail"

Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Avacon AG statt. Joachim Franz und Christian Roth berichteten sehr eindrucksvoll von ihrer 30tägigen E-Bike-Tour auf dem Iron Curtain Trail entlang des ehemaligen eisernen Vorhangs durch Europa.

Man muss schon Abenteuerlust verspüren, wenn man in 30 Tagen 9280 km und 56000 Höhenmeter mit einem E-Bike zurücklegen möchte. Die beiden Herren berichteten von ihren Begegnungen und ihren Erfahrungen, die beide während ihrer Reise gemacht haben. Sie erzählen eindrucksvoll von ihren persönlichen und physischen Grenzen. Dabei steht die ehemalige Grenze Europas immer wieder im Focus. Warum gibt es überhaupt Grenzzäune und wie besser leben die Menschen in Europa ohne Grenzen? Die Tatsache, dass Grenzen heute wieder in Europa errichtet werden stimmte die Vortragenden und das Publikum traurig und nachdenklich.

 

 

 

Wie tief ist der Graben zwischen Ost und West?

Die Vortragsveranstaltung mit dem Publizisten und ehemaligen Chefredakteur der Braunschweiger Zeitung und der Thüringer Allgemeinen Zeitung Paul-Josef Raue war gut besucht. Durch seine langjährige Tätigkeit in den neuen Bundesländern hat Herr Raue dem Publikum einen besonderen Blick für die Schwierigkeiten der deutsch-deutschen Wiedervereinigung vermitteln können. Sein Fazit: Bei der Wiedervereinigung wurde zu sehr auf das Materielle und nicht auf die Seelen der Menschen geschaut. 40 Jahre Diktatur hinterlassen Narben, die man auch heute noch spürt. Die nachfolgenden Generationen werden die Einheit vollenden.