Gedenken an die Opfer des DDR-Grenzregimes

Erinnern als zeitlose Aufgabe - neues Konzept spricht Jugendliche an

Foto: Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn / Justus Vesting

Die traditionelle Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Errichtung des DDR-Grenzregimes und des Beginns der Zwangsaussiedlungen aus dem Sperrgebiet am 26. Mai 2021 musste auch in diesem Jahr pandemiebedingt ausfallen. Sie wurde ersetzt durch eine stille Kranzniederlegung am Grenzdenkmal Hötensleben.

Das ist am 26. Mai 1952 geschehen: An diesem Tag trat eine neue Polizeiverordnung in Kraft. Demzufolge sperrte die DDR ihre Grenze zur Bundesrepublik ab. Ein 5 Kilometer tiefes Sperrgebiet wurde geschaffen, in dem strenge Regeln für die Einwohner galten. Gleichzeitig begann eine erste große Welle der Zwangsaussiedlungen aus dem DDR-Grenzgebiet zur Bundesrepublik. Mehr als  8000 Menschen wurden bis Juni 1952 in  andere Städte und Ortschaften der DDR „umgesiedelt“.  Allein 160 Personen aus Hötensleben mussten ihre Heimat verlassen.

In würdigem Rahmen an Opfer des Grenz-Regimes erinnern

Die Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt / Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn erinnert jährlich am 26. Mai mit einer Gedenkveranstaltung am Grenzdenkmal Hötensleben an die Grenzabriegelung und den Beginn der Zwangsaussiedlungen aus dem Sperrgebiet der DDR ab dem 26. Mai 1952. „Für unser Verständnis von Demokratie und persönlicher Freiheit ist es wichtig, dass an all jene Menschen in einem würdigen Rahmen erinnert wird, die durch das DDR-Grenzregime ihre Heimat verloren, Leid und Unrecht erfuhren oder getötet wurden“, so Stiftungsratsvorsitzender Dr. Gunnar Schellenberger.

Neugier der Jugendlichen auf zeitgemäße Weise bedienen

Henning Konrad Otto, Vorsitzender des Vereins Grenzenlos - Wege zum Nachbarn e.V., sagte in einer  Videobotschaft anlässlich der Veranstaltung: "Wir begreifen die Erinnerung an die gewaltsame Teilung Deutschlands und Europas seit der Gründung des Vereins als eine zeitlose Aufgabe. Gegenwärtig zählt aus unserer Sicht dazu jedoch besonders, die Erlebnisse von Zeitzeugen festzuhalten und sie nachfolgenden Generationen zugänglich zu machen. Junge Menschen, die nach dem Ende der DDR geboren wurden, sind oft neugierig, Geschichten von damals zu erfahren." Diese Neugier wolle der Verein mit einem eigens entwickelten pädagogischen Konzept auf zeitgemäße Weise bedienen, so Otto mit dem Verweis auf die neuen Angebote für Schulklassen. Die ganze Botschaft ist auf Youtube einsehbar.  

Über die Homepage der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn sowie die sozialen Netzwerkseiten auf Facebook und YouTube wird über die Bedeutung des historischen Tages berichtet. Hier werden auch weitere Videobotschaften von Persönlichkeiten aus Politik und der Zivilgesellschaft geteilt.

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